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PostHeaderIcon Zur schamanischen Kulturgeschichte psychogener Pilze – kurze Zusammenfassung des bisherigen Forschungsstandes

Artikel mit Genehmigung von http://www.zauberpilzblog.net kopiert.

Nachdem wir uns in den bisherigen Artikeln mit unterschiedlichen Aspekten der schamanischen Kulturgeschichte und des Gebrauchs psychogener Pilze beschäftigt haben, widmen wir uns heute einer Überblick gebenden Zusammenfassung des bisherigen Forschungsstandes aus Sicht der westlichen Wissenschaft.

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Archäologisches Zeugnis der Kulturgeschichte: Steinskulpturen psychogener Pilze

Allgemein gelten psychogene Pilze aufgrund ihrer langen Tradition als fester Bestandteil der menschlichen Kulturgeschichte. Forscher wie McKenna vertreten sogar die Hypothese, dass halluzinogene Pilze aufgrund ihres Psilocybins als eine Art Katalysator in der menschlichen Evolution gewirkt hätten (Vgl. Rätsch „Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen“). Erst durch den Konsum psychotroper Pilze hätten frühe Primaten ein erweitertes Bewusstsein erlangt, durch das das heutige menschliche Gehirn heranreifen konnte. Damit schließt McKenna den „missing Link“ der Evolutionsgeschichte. Sollte seine These zutreffen, wären psychogene Pilze ein unschätzbar essentieller Aspekt unserer Kulturgeschichte!

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40.000 Jahre alte Felszeichnungen – Beweis psychogener Kulturgeschichte?

Diese Hypothese ist natürlich hochumstritten und wird von der Kulturwissenschaft und anderen Fachdisziplinen sehr kontrovers diskutiert. Allgemein anerkannt hingegen ist, dass halluzinogene Pilze für rituelle, zeremonielle und vor allem religiöse Zwecke von Schamanen verwendet wurden. Auch wenn für die Kulturgeschichte davon auszugehen ist, dass Magic Mushrooms schon vor Beginn der modernen Zivilisation konsumiert wurden, können archäologische Funde eine Verwendung erst seit etwa 3000 Jahren mit Sicherheit nachweisen.

Hauptsächlich überliefert ist der Gebrauch psychogener Pilze von Mittel- und Südamerikanischen Schamanen. Für diese indigenen Kulturen waren die Zauberpilze das „Fleisch der Götter“ und eine hochheilige Angelegenheit – man berauschte sich damit nicht zu hedonistischen Zwecken wie heute viele junge Menschen im Westen. Die Sakraldroge wurde gezielt eingesetzt, um Visionen oder Heilungen zu ermöglichen. Europäische Eroberer beobachteten dieses Phänomen in ihren Eroberungsfeldzügen des „neuen Kontinents“ und so stammen erste schriftliche Zeugnisse über Erfahrungen mit Magic Mushrooms erst aus dem 16. Jahrhundert. Sie erhielten also erst tausende Jahre nach ihrem Gebrauch Einzug in die verschriftlichte Kulturgeschichte.

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„Magic Mushrooms“ waren und sind Bestandteil der mittel- und südamerikanischen Kultur

Noch Anfang des 20 Jahrhunderts hielten westliche Forscher psychotrope Pilze tatsächlich für einen fiktionalen Mythos! Man glaubte vielmehr, dass Meskalin Kakteen der Stammeskulturen fälschlicherweise von europäischen Beobachtern für Pilze gehalten wurden. Erst in den 50er Jahren unternahmen Wissenschaftler um Roger Heim Forschungsreisen in das ursprüngliche Gebiet und sammelten die vorgeblichen Zauberpilze selbst. In Selbststudien und chemischen Analysen ergab sich die Tatsächlichkeit der einstigen Schilderungen von psychoaktiven Pilzen. Trotzdem erfuhren Psilocybin haltige Pilze nie die Aufmerksamkeit, wie sie LSD zuteil wurde. Erst mit dem Aufkommen von Smartshops und dem Trend „back to nature“ rückten Zauberpilze ab den 1990er Jahren vermehr in den Fokus westlicher Konsumenten psychedelischer Drogen. Bis heuten fristen sie allerdings ein Nischendasein – Drogendealer haben eher LSD im Angebot, als psychogene Pilze. Magic Mushrooms kaufen kann man nur noch legal in holländischen Smartshops. In Deutschland wurden sie spätestens 2006 endgültig als verbotenes Betäubungsmittel geführt.

 

Originalartikel http://zauberpilzblog.net/blog/2016/10/24/kulturgeschichte-psychogener-pilze-zusammenfassung-bisheriger-forschung/

 

 

PostHeaderIcon Ken Wilber: Ewig gültiges Wissen in neuer Form

Ken Wilber  zur Konferenz "Unity in Duality - Tendrel"

"Unity & Duality", Einheit & Dualität, sind Begriffe der östlichen Weisheitstraditionen, vielschichtig in ihrer Aussage und daher oft missverstanden.

Sie stehen für das Eine & die Vielen, das Absolute & das Relative, für Leere & Form, nirvana & samsara. In seiner letztendlichen Bedeutung nimmt Unity Bezug auf die Erfahrung des unveränderlichen, ewigen, geistigen Urgrunds jenseits von Raum und Zeit, den Bewusstseinszustand jenseits des Denkens und der Begrifflichkeit, den wir Erleuchtung nennen, während Duality sich auf die Welt der Erscheinungen, der Form, der manifesten Wirklichkeit bezieht, die einer ständigen Veränderung unterworfen ist. In den vergangenen Jahrhunderten strebten die meisten spirituellen Schulen als höchstes Ziel die Erfahrung der Einheit an. Dabei wurde die Welt der Erscheinungen zumeist als "Illusion" abgewertet.

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PostHeaderIcon Kommen und Gehen

Anfang und Ende sind die entscheidenden Knackpunkte bei jedem Film und Roman und sind es auch im Leben. Der erste Eindruck ist der wichtigste, weiß der Volksmund, im Anfang liegt alles, weiß die spirituelle Philosophie und die Liebe auf den ersten Blick hält man gemeinhin für eine ganz besondere. Morgenstund' hat Gold im Mund, erkennt das Sprichwort, aber das Abendrot wird noch mehr bewundert und weniges wird wohl öfter fotografiert. In jedem Ende liegt schon ein Neuanfang, wissen die Traditionen. Könnte es sein, dass moderne Menschen den Sonnenuntergang so faszinierend finden, weil sie sich hier wenigstens noch stellvertretend mit dem Sterben, dem Vergehen des Tages auseinandersetzen können.

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PostHeaderIcon Charisma und Heilkraft

David Khatchaturyan – oder die Faszination eines Boten Gottes

Er sieht eigentlich viel mehr wie der klassische Geschäftsmann aus: Groß, von kräftiger Statur, mit einem gemütlichen Bauch, angegrautem Haar, im dunkelblauen Anzug und mit einem erlesenen silbernen Ring am Finger. Der erste Eindruck trügt. David Khatchaturyan ist ein Heiler aus Armenien. Das bedeutet nicht zwingend, daß er nicht auch geschäftlich aktiv ist wie aus dem ausliegenden Informationsmaterial hervorgeht. Er betreibt ein Sanatorium für ganzheitliche Medizin – es heißt Arche Noah – und gibt Seminare, die mit 700 SFr pro Wochenende nicht zwingend günstig sind. Allerdings ist das auch kein Widerspruch. An seiner Seite: Aida Kakosian, die Frau von David – schlank, mit hübschen roten Haaren, ein optisch filigraner, zerbrechlicher Typ Frau und hellsichtig.

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PostHeaderIcon Wieviel ist ein Menschenleben wert?

Kürzlich hörte ich Nachrichten. Es war "Tag 6 des Irakkriegs", wie man inzwischen die Meldungen normalerweise titelt. Zunächst war von den Gefechten zwischen Amerikanern, Engländern und Irakern die Rede. Dann von amerikanischen Soldaten, die von ihren eigenen Leuten bombardiert und verletzt oder getötet wurden - "Friendly fire" hieß die fast liebevolle Umschreibung dieses kriegsalltäglichen Dramas, auf das kriegführende Nationen ungern näher eingehen.

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